Wer eine traumatische Erfahrung gemacht hat oder aus anderen Gründen Trost benötigt, leidet. Wer nicht leidet, braucht keinen Trost. Das Leiden ist das entscheidende Kriterium, ob Trost notwendig und sinnvoll ist.
Dazu müssen die Menschen, die trösten wollen und können, zunächst das Leiden wahrnehmen. Wer darüber hinwegsieht oder die manchmal nur sehr zarte und oft stille Stimme des Leides überhört oder übertönt, kann nicht trösten. Deswegen setzt das Trösten voraus, dass ein leidender Mensch gesehen und gehört wird.