Trost, Teil 4: Was nicht hilft

Dieser Artikel ist Teil 4 von 4 der Artikel-Serie Trost

 

 

 

Es gibt drei Sätze oder Haltungen, die oft im Zusammenhang mit Versuchen zu trösten verwendet werden und die nicht helfen. Sie mögen gut gemeint sein, gehen aber bestenfalls ins Leere und richten sogar meistens Schaden an.

Der erste Satz lautet: „Alles wird wieder gut.“

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Trost, Teil 3: Trost ist Beziehung

Dieser Artikel ist Teil 3 von 4 der Artikel-Serie Trost

 

 

 

Als ich krank war, bekam ich viele Grußkarten mit tröstenden Sätzen und Sprüchen  und ich erhielt einzelne Symbole als tröstende Geschenke. Kleine Holzobjekte, bedruckte Tücher, Papierstatuen, kleine Figuren. All das war freundlich, nett und hilfreich. Doch wichtiger als die Symbole waren die Menschen, die mir diese geschenkt haben. Trostsymbole sind Ausdruck zwischenmenschlicher Begegnung. Trost ist Beziehung.

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Traumatisierte Kinder sensibel begleiten, Teil 2: Was tun bei Verdacht?

Dieser Artikel ist Teil 2 von 2 der Artikel-Serie Traumatisierte Kinder sensibel begleiten

 

 

 

Ein einzelnes Anzeichen kann für Sie keine sichere Erkenntnis sein, dass ein Kind sexuelle oder andere Gewalt erfahren hat und traumatisiert ist. Es braucht ein Bündel von Phänomenen, die wahrgenommen werden müssen und aus denen sich dann ein Gesamtbild ergeben sollte. Jeder Verdacht sollte und muss ernst genommen werden. Dieser ist dann noch keine sichere Erkenntnis, sondern eine Vermutung, der im Interesse des Kindes nachgegangenwerden muss.

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Traumafolgen und Gefühle, Teil 8: Gefühl der Gefühllosigkeit

Dieser Artikel ist Teil 8 von 8 der Artikel-Serie Traumafolgen und Gefühle

 

 

 

Wenn Menschen nichts spüren und nichts fühlen, spüren sie doch, dass sie nichts fühlen. Wir nennen dies das Gefühl der Gefühllosigkeit. Es ist eine extreme Form der Betäubung oder des Dämpfens von Gefühlen, über die wir schon geschrieben haben. Das Gefühl der Gefühllosigkeit ist ein not-wendiger Schutz, um die Not zu wenden. Die Not der traumatischen Erfahrung droht den betroffenen Menschen zu zerbrechen, zu überfluten, zu überwältigen, genauso wie die Gewalt überwältigt. Sich da unbewusst gefühllos zu machen, ist eine Flucht vor etwas Unaushaltbarem. Dies zu verstehen, ist sinnvoll und erleichtert.

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Trost, Teil 2: Trost und Glaube

Dieser Artikel ist Teil 2 von 4 der Artikel-Serie Trost

 

 

 

Wer gläubig ist und an Gott, an ein höheres Wesen glaubt, wird Trost in diesem Glauben finden. Die meisten Hinweise und Veröffentlichungen, die den Trost betreffen, beziehen sich auf einen solchen Glauben. Wer glaubt und seinen Glauben lebendig spürt, wird Trost finden in der Geborgenheit durch Gott, wie auch immer er genannt wird. Er wird sich geborgen und getragen fühlen von höheren Wesen, an die er glaubt, und er wird vielleicht Trost finden in der Vorstellung von Himmel, ewigem Leben oder Wiedergeburt.

Doch nur eine Minderheit der Menschen im deutschsprachigen Raum ist gläubig. Was ist mit ihnen? Wie können, wie sollen, wie dürfen sie Trost finden?

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Traumafolgen und Gefühle, Teil 7: Hilflosigkeit

Dieser Artikel ist Teil 7 von 8 der Artikel-Serie Traumafolgen und Gefühle

 

 

 

Ganz gleich ob Menschen über einen Verkehrsunfall, eine Naturkatastrophe oder wie meistens durch Gewalterfahrung traumatisiert worden sind, sie fühlten sich hilflos. Diese Hilflosigkeit brennt sich in ihnen ein, wird zu einer existentiellen Erfahrung. Aus der Welt geworfen zu werden, wie viele sagen, oder in einen Abgrund zu stürzen, ist ein extremes und existentielles Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit. Insofern ist es verständlich, aber unangemessen, wenn sich Opfer traumatisierender Erfahrungen selbst Vorwürfe machen, dass sie sich so hilflos und ohnmächtig fühlen. Diese Gefühle sind eine adäquate Reaktion auf eine unaushaltbare Situation.

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Trost, Teil 1: Trost und Trauma

Dieser Artikel ist Teil von 4 der Artikel-Serie Trost

 

 

Menschen, die verletzt worden sind, brauchen oft Trost. Menschen, die eine existentielle Wunde, ein Trauma, erleiden mussten, brauchen immer Trost. Es ist deswegen notwendig und sinnvoll, sich mit verschiedenen Aspekten des Trostes und des Tröstens zu beschäftigen. Darum werde ich mich in dieser Reihe von Blogtexten bemühen.

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Traumafolgen und Gefühle, Teil 6: Trauer

Dieser Artikel ist Teil 6 von 8 der Artikel-Serie Traumafolgen und Gefühle

 

 

 

 

Trauern ist das Gefühl des Loslassens. Deswegen ist dieses Gefühl ein wichtiger Bestandteil des Heilungsprozesses traumatisierter Menschen. Über das Trauern können sie zumindest teilweise von dem belastenden Geschehen loslassen, denn es ist traurig, was ihnen widerfahren ist.

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Traumafolgen und Gefühle, Teil 5: Scham

Dieser Artikel ist Teil 5 von 8 der Artikel-Serie Traumafolgen und Gefühle

 

 

 

Viele Gewaltopfer schämen sich. Warum ist dies so? Wenn sie von anderen hören, „Du brauchst dich doch nicht zu schämen!“, hat dies zumeist keine oder zumindest keine nachhaltige Wirkung. Um dies zu verstehen, ist es wichtig, sich damit zu beschäftigen, was Schamgefühle sind und was sie hervorruft.

Wir unterscheiden zwischen der natürlichen Scham und der Beschämung. Die natürliche Scham ist der Wächter unserer menschlichen Intimität. Wenn wir uns entblößen, wenn wir etwas von uns zeigen, was eigentlich zu unserem intimen Bereich oder im engeren Sinn zu unserem persönlichen Raum gehört, dann treten die Scham oder die Peinlichkeit als Wächter auf und machen sich bemerkbar. Sie sagen: „Achtung! Pass auf! Hier wird es zu intim!“

Daneben gibt es die Beschämung. Sie kommt nicht von innen und sie hat nicht den Sinn, unsere Intimität zu schützen. Sie kommt von außen und verletzt unsere Intimität, durchbricht die Schutzgrenzen unseres intimen Raums. Beschämung bedeutet, vorgeführt zu werden. Beschämung heißt: Du bist zu groß. Du bist zu klein. Du bist zu blond, zu schwarz. Du bist zu dumm, zu schlau …  Beschämung beinhaltet, dass Intimes nach außen gezerrt wird und die Schutzgrenzen durchbrochen werden.

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Traumafolgen und Gefühle, Teil 4: Schuldgefühle

Dieser Artikel ist Teil 4 von 8 der Artikel-Serie Traumafolgen und Gefühle

 

 

 

Wir kennen kaum Opfer traumatisierender Gewalt ohne Schuldgefühle. Wichtig ist es, zwischen Schuld und Schuldgefühlen zu unterscheiden. Viele Täter, fast alle, haben keine Schuldgefühle, aber Schuld. Andererseits haben fast alle Opfer keine Schuld, aber Schuldgefühle. In den Untersuchungen über die emotionalen Folgen des Holocausts wird sogar von den „Schuldgefühlen der Überlebenden“ geredet. Fast alle Überlebenden des Holocausts plagen sich mit Schuldgefühlen, dass sie überlebt haben und viele, viele andere nicht.

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