Trost, Teil 1: Trost und Trauma

Dieser Artikel ist Teil von 1 der Artikel-Serie Trost

 

 

Menschen, die verletzt worden sind, brauchen oft Trost. Menschen, die eine existentielle Wunde, ein Trauma, erleiden mussten, brauchen immer Trost. Es ist deswegen notwendig und sinnvoll, sich mit verschiedenen Aspekten des Trostes und des Tröstens zu beschäftigen. Darum werde ich mich in dieser Reihe von Blogtexten bemühen.

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Traumatisierte Kinder sensibel begleiten, Teil 1: Woran Traumata bei Kindern erkennen

Dieser Artikel ist Teil von 1 der Artikel-Serie Traumatisierte Kinder sensibel begleiten

 

 

 

Es gibt keine allgemeingültigen Listen von Symptomen, an denen erkannt werden kann, ob ein Kind traumatische Erfahrungen machen musste. Es gibt Hinweise
– nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Der wichtigste Hinweis besteht darin, dass Kinder nach einer traumatischen Erfahrung verstört sind. Sie verhalten sich nicht mehr so wie vorher.
Sie wirken anders, zeigen Verhaltensänderungen unterschiedlicher Art. Jedes Kind reagiert anders. Aber das Verstörtsein ist ein gemeinsam auftretendes Merkmal. Manche Kinder werden sehr unruhig, sind reizbar und schreckhaft. Andere ziehen sich eher zurück. Wieder andere werden aggressiv gegenüber ihrer Umgebung, um einem erneuten Kontrollverlust vorzubeugen.

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Traumafolgen und Gefühle, Teil 6: Trauer

Dieser Artikel ist Teil 6 von 6 der Artikel-Serie Traumafolgen und Gefühle

 

 

 

 

Trauern ist das Gefühl des Loslassens. Deswegen ist dieses Gefühl ein wichtiger Bestandteil des Heilungsprozesses traumatisierter Menschen. Über das Trauern können sie zumindest teilweise von dem belastenden Geschehen loslassen, denn es ist traurig, was ihnen widerfahren ist.

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Traumafolgen und Gefühle, Teil 5: Scham

Dieser Artikel ist Teil 5 von 6 der Artikel-Serie Traumafolgen und Gefühle

 

 

 

Viele Gewaltopfer schämen sich. Warum ist dies so? Wenn sie von anderen hören, „Du brauchst dich doch nicht zu schämen!“, hat dies zumeist keine oder zumindest keine nachhaltige Wirkung. Um dies zu verstehen, ist es wichtig, sich damit zu beschäftigen, was Schamgefühle sind und was sie hervorruft.

Wir unterscheiden zwischen der natürlichen Scham und der Beschämung. Die natürliche Scham ist der Wächter unserer menschlichen Intimität. Wenn wir uns entblößen, wenn wir etwas von uns zeigen, was eigentlich zu unserem intimen Bereich oder im engeren Sinn zu unserem persönlichen Raum gehört, dann treten die Scham oder die Peinlichkeit als Wächter auf und machen sich bemerkbar. Sie sagen: „Achtung! Pass auf! Hier wird es zu intim!“

Daneben gibt es die Beschämung. Sie kommt nicht von innen und sie hat nicht den Sinn, unsere Intimität zu schützen. Sie kommt von außen und verletzt unsere Intimität, durchbricht die Schutzgrenzen unseres intimen Raums. Beschämung bedeutet, vorgeführt zu werden. Beschämung heißt: Du bist zu groß. Du bist zu klein. Du bist zu blond, zu schwarz. Du bist zu dumm, zu schlau …  Beschämung beinhaltet, dass Intimes nach außen gezerrt wird und die Schutzgrenzen durchbrochen werden.

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Traumafolgen und Gefühle, Teil 4: Schuldgefühle

Dieser Artikel ist Teil 4 von 6 der Artikel-Serie Traumafolgen und Gefühle

 

 

 

Wir kennen kaum Opfer traumatisierender Gewalt ohne Schuldgefühle. Wichtig ist es, zwischen Schuld und Schuldgefühlen zu unterscheiden. Viele Täter, fast alle, haben keine Schuldgefühle, aber Schuld. Andererseits haben fast alle Opfer keine Schuld, aber Schuldgefühle. In den Untersuchungen über die emotionalen Folgen des Holocausts wird sogar von den „Schuldgefühlen der Überlebenden“ geredet. Fast alle Überlebenden des Holocausts plagen sich mit Schuldgefühlen, dass sie überlebt haben und viele, viele andere nicht.

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Traumafolgen und Gefühle, Teil 3: Zorn, Wut, Angst

Dieser Artikel ist Teil 3 von 6 der Artikel-Serie Traumafolgen und Gefühle

 

 

 

Traumatische Erfahrungen beinhalten oft Gewalterfahrungen, also aggressives Verhalten. Viele Opfer traumatisierender Gewalt sind deshalb wütend. Fast immer ist diese Gewalterfahrung angstmachend, so dass auch die aggressiven Gefühle mit ängstlichen Gefühlen verwoben und verknüpft sind. Dies kann mehrere Folgen haben.

Eine Folge kann darin bestehen, dass der Zorn und die Wut sich nicht gegen die Täter/innen richten, sondern gegen sich selbst: „Warum ist mir das geschehen?“ „Warum habe ich mich überhaupt in diese Situation begeben?“ usw.. Der berechtigte Zorn auf die Täter/innen ändert die Richtung und wird zu Selbstvorwürfen. Hier ist es wichtig, diese Zusammenhänge zu erkennen und die Unterstützung zu finden, um seine Wut auf die Täter/innen zu richten und nicht gegen sich selbst.

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Traumafolgen und Gefühle, Teil 2: Zwischen maßlosen und gedämpften Gefühlen: Taubheit

Dieser Artikel ist Teil 2 von 6 der Artikel-Serie Traumafolgen und Gefühle

 

 

 

In allen klinischen Diagnose-Manualen wird über Traumafolgen und insbesondere der posttraumatischen Belastungsstörung angeführt, dass Opfer traumatisierender Gewalt emotional gedämpft bzw. betäubt sind. Dem begegnen wir oft, doch sind diese emotionalen Prozesse häufig von starken Widersprüchen gekennzeichnet.

Betrachten wir dies genauer:

Die Erfahrung traumatisierender Gewalt führt oft zu einem emotionalen Sturm, der für die betreffenden Menschen kaum auszuhalten ist. Ihn zu betäuben und zu dämpfen, ist folglich ein Selbstschutz, um nicht von den Gefühlen überflutet und überwältigt zu werden. Dieser Selbstschutz hält oft über längere Zeit an, wenn die betroffenen Menschen keine angemessene Hilfe erhalten.

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Traumafolgen und Gefühle, Teil 1: Verstört sein

Dieser Artikel ist Teil 1 von 6 der Artikel-Serie Traumafolgen und Gefühle

 

 

Die häufigste emotionale Folge einer traumatischen Erfahrung besteht darin, dass Menschen verstört sind und verstört wirken. Dies gilt insbesondere nach Gewalterfahrungen einschließlich sexueller Gewalt. Dieses Verstörtsein kann unterschiedlich benannt werden. Manche sagen: „Ich stehe neben mir.“ „Ich bin verpeilt.“ Oder: „Ich bin völlig durcheinander.“ Dieses Verstörtsein kann auch langfristig als Folge von traumatischen Gewalterfahrungen das Leben der betroffenen Menschen prägen.

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Achtsamkeit und traumatische Erfahrungen, Teil 2: Akzeptanz!?

Dieser Artikel ist Teil 2 von 2 der Artikel-Serie Achtsamkeit und traumatische Erfahrungen

 

 

 

In einem Achtsamkeitsbuch heißt es: „Akzeptanz ist die für Achtsamkeit charakteristische wohlwollende Haltung allen Erfahrungen gegenüber. Dabei wird nichts bewertet und nichts abgelehnt. Man will auch nichts verändern und nichts anders haben, als es ist. Im Rahmen der Achtsamkeitspraxis wird diese Haltung der Akzeptanz nach innen im Selbstbezug, aber auch nach außen gegenüber der Umwelt geübt.“ (Weiss, H. et al: 2016. Das Achtsamkeitsbuch. Stuttgart. Seite 252). Diese Haltung ist charakteristisch für alle buddhistisch beeinflussten Achtsamkeitsangebote. Wir teilen sie nicht.

Sicherlich: Wenn mit Akzeptanz gemeint ist, dass wir akzeptieren sollten, dass wir bestimmte Erfahrungen gemacht haben und dass diese ein Teil des Lebens sind und uns immer noch beeinflussen, dann ist das richtig. Wir nennen diese Haltung: Würdigen, was ist. Auch traumatische Erfahrungen sind ein Teil des Lebens der Betroffenen und es gelingt auf Dauer nicht, sie zu ignorieren oder zu verdrängen. Zu akzeptieren, dass es sie gibt, ist hilfreich und notwendig.

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