Erste Hilfe bei Traumatisierungen, Beitrag 1: Welchen Stellenwert hat die Erste Hilfe?

Dieser Artikel ist Teil 1 von 2 der Artikel-Serie Erste Hilfe bei Traumatisierungen

 

 

 

Die Erste Hilfe nach traumatischen Ereignissen ist ein wesentlicher Bestandteil der Unterstützung. Sie beeinflusst im wesentlichen Maße, ob und wie traumatische Erfahrungen bearbeitet und verarbeitet werden können. Das hat verschiedene Gründe.

Der erste Grund liegt darin, dass die „Zeit danach“ dafür entscheidend ist, ob ein Trauma bewältigt werden kann oder ob es chronische Folgen gibt. Die Untersuchungen vor allem von Gabriele Frick-Baer[1] haben ergeben, dass die meisten Menschen, die traumatische Ereignisse durchleben mussten, sich in der Zeit danach alleine und alleine gelassen fühlten.

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Erste Hilfe bei Traumatisierungen, Beitrag 2: Der erste Mensch ist am wichtigsten.

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Zwei Szenen:

Eine 42jährige Frau wird Zeugin eines Unfalls mit Schwerverletzten auf der Autobahn. Sie steht im Stau in der Reihe der Autos, die nicht weiterfahren können und bekommt über Sichtkontakt die Rettungsmaßnahmen mit. Sie ist geschockt, erstarrt und möglicherweise co-traumatisiert.

Als nach einer Stunde der Unfallort geräumt ist, kommt ein Mitarbeiter der Autobahnpolizei oder der Rettungsdienste, so genau weiß sie es danach nicht mehr, zu ihr und herrscht sie an, sie solle doch endlich losfahren. Es sei doch jetzt wieder alles in Ordnung. Diese Behandlung führt zum Ausbruch der Co-Traumatisierung. Die Frau fährt los, ohne zu wissen, dass sie und wie sie fährt. Als sie zu Hause ankommt und ihrer Familie begegnet, befindet sie sich völlig im Schock, als wäre ihr der Unfall selbst geschehen.

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