Tagung: „Trauma und Würde — Kreative Wege in Traumapädagogik, -therapie und -beratung“

In Duisburg findet am 07.03.2017 unsere eine Tagung „Trauma und Würde — Kreative Wege in Traumapädagogik, -therapie und -beratung“ statt und wir laden Sie herzlich ein, daran teilzunehmen.

Neben Vorträgen von mir und meiner Frau sowie einer gemeinsamen kreativen Aktion haben Sie die Möglichkeit, an einem von fünf zur Auswahl stehenden Workshops zum Thema „Würdigen, was ist, und in Würde begegnen“ teilzunehmen. Folgende Schwerpunkte werden angeboten: Weiter lesen

SERIE Komorbidität – Traumaerfahrungen und psychische Erkrankungen (7): Die vierte Ähnlichkeit – Einsamkeit und sozialer Rückzug

In der Psychotraumatologie wurde das „Alleinsein danach“ als besonderer Teil des traumatischen Ereignisses und des Traumaerlebens herausgearbeitet (Frick-Baer 2013). Ein körperliches Trauma, eine körperliche Wunde braucht Schmerzmittel, Pflege, Verband, Ruhe usw.. Erhält sie dies, kann sie heilen. Erhält sie dies nicht, kann sie allenfalls vernarben. Ein psychosoziales Trauma braucht ebenfalls Trost, Wärme, Unterstützung, Parteilichkeit, Verständnis usw., um heilen zu können. Andernfalls vernarbt es höchstens und bricht immer wieder auf. Weiter lesen

SERIE Komorbidität – Traumaerfahrungen und psychische Erkrankungen (6): Die dritte Ähnlichkeit – Erregung

Eine traumatische Situation enthält eine existenzielle Bedrohung, die massive Reaktionen des vegetativen Nervensystems über die Amygdala initiiert. Diese führen zu einer Hocherregung. Im DSM wird die anhaltende Hocherregung folgendermaßen als Diagnosebestandteil von Traumafolgestörungen herangezogen: Weiter lesen

SERIE Komorbidität – Traumaerfahrungen und psychische Erkrankungen (5): Die zweite Ähnlichkeit – Überforderung, Verringerung des Selbstwertgefühls bis hin zur Erschütterung der Meinhaftigkeit

Dass psychische Erkrankungen mit einer Verringerung, ja oft Zerstörung des Selbstwertgefühls einhergehen, ist bekannt. Dieser ist auch Ergebnis traumatischer Erfahrungen. Wenn Menschen in traumatischen Situationen existenziell bedroht werden, wenn sie durch sexuelle und andere Gewalt als Objekte behandelt werden, muss das ihr Selbstwertgefühl erschüttern und ihre Selbstwertschätzung nachhaltig beeinträchtigen. Hilflosigkeit ersetzt Gefühle und Erwartungen der Wirksamkeit. Weiter lesen

SERIE Komorbidität – Traumaerfahrungen und psychische Erkrankungen (4): Die erste Ähnlichkeit – Die Wunde und die existenzielle Not

Das Wort Trauma stammt aus dem Alt-Griechischen und bedeutet „Wunde“. Die Bezeichnung „Trauma“ wird in der Medizin für bestimmte körperliche Wunden benutzt, in Psychologie und Psychotherapie für bestimmte seelische Verletzungen. „In einer ersten Arbeitsdefinition können wir psychisches Trauma als seelische Verletzung verstehen (von dem griechischen Wort Trauma = Verletzung). Weiter lesen

SERIE Komorbidität – Traumaerfahrungen und psychische Erkrankungen (3): Trauma, Traumabewältigung und psychische Erkrankungen

Aus der hohen Komorbidität zwischen Traumaerfahrungen und psychischen Erkrankungen ergibt sich die Notwendigkeit einer traumasensiblen Begleitung und Therapie psychisch erkrankter Menschen. Diese muss auf die traumatogenen Besonderheiten ausgerichtet und eingestellt sein (s.a. Flatten 2011). Weiter lesen

Verrat überleben, Verratsfolgen bewältigen (10): Dem Grummeln folgen

Wer verraten wurde, wird – und das ist unsere Erfahrung in fast jedem Kontakt mit betroffenen Menschen – sich nachträglich Vorwürfe machen: „Das hätte ich doch vorher merken müssen.“ Manchmal gab es klare und eindeutige Anzeichen, dass sich ein Verrat ankündigte, oft aber bildete sich erst im Nachhinein ein seltsames Gefühl, manchmal ein Grummeln, dem man nicht nachging und das man nicht ernst nahm. Wie dem auch sei, ein wichtiges Element, um aus den Verratserfahrungen zu lernen und die Folgen zu bewältigen besteht darin, in der Gegenwart dem Grummeln zu folgen. Weiter lesen