Wer erniedrigt wurde, verliert oft den Halt. Erniedrigung führt dazu, dass erniedrigten Menschen schwanken und unsicher sind. Zumindest trifft dies bei vielen zu. Wer den Halt verliert, braucht Menschen, an denen er sich festhalten kann und die ihn festhalten.
Notieren Sie auf einem Zettel in einer linken Spalte, welche Menschen Ihnen einfallen, an denen Sie sich festhalten können. Vielleicht kommen Ihnen Menschen in den Sinn, an die Sie bisher nicht gedacht haben, die in Ihren sozialen Bezügen vielleicht etwas ferner und weiter von Ihnen eingeordnet werden. Nehmen Sie ernst, dass diese Menschen Ihnen eventuell einen Halt bieten können, und versuchen Sie mit Ihnen mehr Kontakt aufzunehmen als bislang.
In die rechte Spalte schreiben Sie die Menschen, die Ihnen keinen Halt geben bzw. die Ihre Unsicherheit noch verstärken. Manchmal sind dies Verwandte, Kolleg*innen oder andere, die Sie nicht einfach „umtauschen“ können. Doch nehmen Sie auch dort Ihre Eindrücke wahr und versuchen Sie, soweit es möglich ist, den Kontakt zu verringern und die Begegnungen mit Menschen, die Ihnen Halt geben können, in den Vordergrund zu stellen.
Diese Differenzierung kann helfen.
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