Trost, Teil 11: Trösten ist anarchisch

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt für das Trösten keine vorgegebenen Regeln und Rangordnungen. Es gibt nicht  d e n  Trost oder  d i e  Art des Tröstens, sondern die Formen, wie Menschen getröstet werden wollen, sind anarchisch, vielfältig und bunt.

Sie können sich Trostgeschichten erzählen oder Schokolade essen. Musik oder bestimmte Filme und Bücher können trösten und alles was mit Wärme zu tun hat. Eine Decke spendet Wärme und ebenso wärmende warme Berührungen und dergleichen mehr. Auch viele Geschenke, wenn sie von Herzen kommen, können trösten, ebenso wie eine Tasse Schokolade oder Tee. Die Form des Tröstens fängt in der Beziehung zwischen dem leidenden Menschen und dem Menschen, der Trost spendet, an. Nicht der Kartenständer mit Trostkarten tröstet, sondern der Mensch, der eine Karte schenkt. Manchmal tröstet auch Nichts-Tun:

Was mich nach der Gewalttat getröstet hat? Meine Freundin. Sie hat mich verstanden und war einfach da. Sie saß neben mir, ohne etwas zu wollen oder zu fordern. Einfach so. Das gab mir Ruhe und Halt.

Weitere Artikel dieser Serie:

About Udo Baer

Dr. phil. (Gesundheitswissenschaften), Diplom-Pädagoge, Kreativer Leibtherapeut AKL, Mitbegründer und Wissenschaftlicher Berater der Zukunftswerkstatt therapie kreativ, Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für soziale Innovationen (ISI) sowie des Instituts für Gerontopsychiatrie (IGP), Vorsitzender der Stiftung Würde, Mitinhaber des Pädagogischen Instituts Berlin (PIB), Autor

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.